Schema zur Hehlerei, § 259 StGB

I. Tatbestand

1. Objektiver Tatbestand

a) Objekt: Sache

(1) die ein anderer

(2) aus einer gegen fremdes Vermögen gerichteten Vortat

(3) rechtswidrig

Nicht notwendig schuldhaft.

(4) erlangt hat

Aus einer Vortat erlangt ist eine Sache dann, wenn der Vortäter die körperliche Verfügungsgewalt über die Sache kausal durch die Vortat begründet hat. Durch die rechtswidrige Tat erlangt sind nur die unmittelbar aus der Vortat stammenden Sachen.

b) Handlung

(1) Ankaufen

Das Ankaufen ist ein Unterfall des (Sich-)Verschaffens, bei dem die zwischen Vorbesitzer und Hehler zustande gekommene schuldrechtliche Vereinbarung die Merkmale eines – zivilrechtlich regelmäßig nichtigen (§§ 134, 138 BGB) – Kaufvertrags aufweist.

(2) sonst sich oder einem Dritten verschaffen

Das Tatobjekt wird einem Dritten verschafft, wenn die wirtschaftliche Verfügungsgewalt über die Sache nicht – und zwar auch nicht übergangsweise (sonst Sich-Verschaffen) – auf den Täter übergeht, sondern durch das Handeln des Täters unmittelbar vom Vorbesitzer an einen dritten Erwerber weitergeleitet wird.

(3) Absetzen

Das Absetzen meint die selbstständige, also nicht an Weisungen gebundene aber im Einverständnis mit dem Vortäter stehende Unterstützung desselbigen bei der in dessen Interesse erfolgenden wirtschaftlichen Verwertung.

(4) Absatzhilfe

Beim Absetzen hilft, wer den Vortäter in seinem wirtschaftlichen Interesse bei dessen Absatzbemühungen unmittelbar und unselbstständig unterstützt. Nach dem BGH genügt jede vom Absatzwillen getragene vorbereitende, ausführende oder helfende Tätigkeit, die geeignet ist, den Vortäter in der wirtschaftlichen Verwertung der Sache zu unterstützen (an diesem weiten Begriff wird in Literatur Kritik geübt).

2. Subjektiver Tatbestand

a) Vorsatz

Vorsatz ist der Wille zur Verwirklichung eines Straftatbestandes in Kenntnis aller seiner objektiven Tatumstände

b) Absicht, sich oder einen Dritten zu bereichern

Die Bereicherungsabsicht verlangt das Streben nach einem Vermögensvorteil, d.h. Der Mehrung des wirtschaftlichen Wertes. Die Bereicherungsabsicht kann eigennützig oder fremdnützig sein.

II. Rechtswidrigkeit

III. Schuld

IV. Ergebnis

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