Schema zum Mord, § 211 StGB

I. Tatbestand

1. Objektiver Tatbestand

a) Objekt: Ein anderer Mensch

b) Handlung: Töten

c) Mordmerkmale der 2. Gruppe

(1) Heimtücke

Heimtückisch handelt, wer die Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers bewusst zur Tat ausnutzt.

(2) Grausamkeit

Grausam tötet, wer seinem Opfer in gefühlloser, unbarmherziger Gesinnung Scherzen oder Qualen körperlicher oder seelischer Art zufügt, die nach Stärke oder Dauer über das für die Tötung erforderliche Maß hinausgehen.

(3) Gemeingefährlich

Gemeingefährlich ist ein Mittel, wenn es eine Gefahr für eine unbestimmte Anzahl anderer Personen mit sich bringt.

d) Kausalität

Kausal ist jede Bedingung, die nicht hinweggedacht werden kann, ohne, dass der Erfolg in seiner konkreten Gestalt entfiele.

e) Objektive Zurechnung

Objektiv zurechenbar ist ein Erfolg dann, wenn der Täter eine rechtlich relevante Gefahr geschaffen hat, die sich im tatbestandsmäßigen Erfolg realisiert.

2. Subjektiver Tatbestand

a) Vorsatz bzgl. der objektiven Tatbestandes einschließlich Mordmerkmale der 2. Gruppe

Vorsatz ist der Wille zur Verwirklichung eines Straftatbestandes in Kenntnis aller seiner objektiven Tatumstände.

b) Mordmerkmale der 1. und 3. Gruppe

(1) Mordlust

Aus Mordlust tötet der Täter, wenn es ihm darauf ankommt, einen Menschen sterben zu sehen.

(2) Befriedigung des Geschlechtstriebs

(3) Habgier

Habgier bedeutet mehr als nur Bereicherungsabsicht, es ist als ungezügeltes und rücksichtsloses Streben nach „Gewinn um jeden Preis“ zu verstehen.

(4) niedriger Beweggrund

Ein sonstiger niedriger Beweggrund für das Töten liegt vor, wenn die Motivation des Täter sich nicht nur als verwerflich darstellt, sondern sittlich auf tiefster Stufe stehend und als besonders verachtenswert erscheint.

(5) Ermöglichungsabsicht

Tötung dient zur Begehung weiteren kriminellen Unrechts.

Diablo Verdeckungsabsicht

II. Rechtswidrigkeit 

Allgemeine Rechtfertigungsgründe

III. Schuld 

Allgemeine Entschuldigungsgründe

IV. Ergebnis

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