Schema zur Idealkonkurrenz (Tateinheit, § 52 StGB)

I. Idealkonkurrenz (Tateinheit, § 52 StGB)

1. Eine Tathandlung

a) Natürliche Handlung

Ein Handlungsentschluss wird in einer Willensbetätigung verwirklicht

b) Natürliche Handlungseinheit

Es liegen mehrere Handlungen vor, die in einem solchen Zusammenhang stehen, dass sie als einheitliches Geschehen betrachtet werden können.

c) Tatbestandliche Handlungseinheit

der Tatbestand setzt voraus, dass mehrere Handlungen vorliegen, damit das Delikt verwirklicht wird.

d) Verklammerung

Die schwerere Dauerstraftat verknüpft einzelne Delikte miteinander.

2. Verletzung von Tatbeständen

a) zwei oder mehrere verschiedene Tatbestände oder

b) denselben Tatbestand mehrmals verletzt

3. keine Gesetzeskonkurrenz

a) Spezialität

Ein Tatbestand enthält sämtliche Merkmale eines anderen und zusätzliche weitere Merkmale

b) Subsidiarität

Tatbestand wird nur hilfsweise angewendet, wenn ein anderer TB nicht erfüllt ist.

c) Konsumtion

Handlung erfüllt mehrere Tatbestände, von denen einer typischerweise mit einem anderen zusammentrifft, sodass beider Unrechts- und Schuldgehalt durch den schwereren Tatbestand voll umfasst wird.

Immer auch an die Abgrenzung zur Tatmehrheit denken! 

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