Vorsatzproblem,wenn eine Aktivierungsbedürftige Sprengfalle aufgrund einer Fehlfunktion hochgeht und ein Dritter verletzt wird

Es ist mir bekannt, dass bei einem klassischen Sprengfall der Vorsatz bestehen bleibt, auch wenn eine andere als die vorgestellte Person getötet wird, so dass ein unbeachtlicher error in persona vorliegt. Wie ist es in Fällen, in denen die Sprengfalle eine Aktivierung des Täters erfordert? Wäre der Vorsatz weiterhin zu bejahen, wenn aufgrund einer Fehlfunktion die Bombe ohne Mitwirkung des Täters hochgeht und ein Dritter verletzt wird?
 



Meines Erachtens kommt es auf den jeweiligen Fall an. 

D.h.: Wie wahrscheinlich war es, das es zu einer Fehlfunktion kommen konnte? Also hält es der Täter für möglich? Und falls es wahrscheinlich war, nimmt der Täter es billigend in Kauf das dabei andere Passanten zu Schaden kommen können oder vertraut er rechtswidrig darauf, das schon nichts passieren werde? Hier könnte also auch durchaus die Abgrenzung des Eventualvorsatzes und der bewussten Fahrlässigkeit zu tragen kommen.