Aberratio ictus - das Fehlgehen des Angriffs

Der Angriff bzw. die Gewalttat wirkt sich - ohne Verwechslung des Angriffsobjekts - an einem anderen als dem anvisierten und gleichwertigen Objekt aus. Die Rechtsfolgen sind umstritten: Nach der Gleichwertigkeitstheorie wird wegen Vollendung bestraft und nach der Konkretisierungstheorie (hM) wegen Versuch in Kombination mit Fahrlässigkeit.
(Der bekannte Lehrbuchfall aus dem Strafrecht zur Abgrenzung von error in persona - aberratio ictus - Der Sprengfalle-Fall)

Quelle: BGH v. 16.10.2008 - 4 StR 369/08, NStZ 2009, 210; Lackner/Kühl §15 Rn. 12; Rengier, StrafR AT, 5. Auflage München 2013, § 15 Rn. 27 ff.

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