Fahrlässige Mittäterschaft

Hallo,

Ich setze mich gerade mit der Mittäterschaft auseinander, genauer gesagt mit dem Streit zur fahrlässigen Mittäterschaft. Dabei ist mir eine Fallkonstellation in den Sinn gekommen, die doch recht naheliegend ist, die ich in der Literatur aber nicht gefunden habe.
Es geht um fahrlässige Mittäterschaft, wenn keiner der beiden Täter als Tatnächster bezeichnet werden kann.

Bsp.: A und B stoßen einen großen Stein mit vereinten Kräften einen Hügel hinunter um zu sehen ob er beim Aufprall zerbricht. Am Fuß des Hügels ist ein Wanderweg, was A und B wissen, auf dem C wandert. Er wird von dem Stein erschlagen.

Wie würdet ihr jetzt die Prüfung des fahrlässigen Totschlags aufbauen?

So wie ich das sehe gibt es im Wesentlichen zwei Möglichkeiten.
1. Man prüft A und B zusammen (kann man bei Mittäterschaft ja so machen, wenn die Tatbeiträge gleich sind) und macht dann beim Prüfungspunkt Tatplan oder so den Streit zur fahrlässigen Mittäterschaft auf. Das Problem dabei ist nur, dass es für die Strafbarkeit der beiden gar nicht darauf ankommt ob sie nun gemeinschaftlich handeln oder nicht, sie sind nämlich jeder für sich strafbar. Man läuft also Gefahr einen großen Streit nur aufzumachen um den eigenen Prüfungsaufbau zu rechtfertigen und das ist doch nicht richtig oder? (Fahrlässige Mittäterschaft ist ja eigentlich für Fälle gedacht, in denen nicht ermittelt werden kann, wessen Tatbeitrag tatsächlich zum Erfolg geführt hat.)
2. Man prüft A und B einfach ganz normal getrennt. Das Ergebnis ist für beide das gleiche, nur hat man nun gar nicht die Mittäterschaft erwähnt, was mir auch komisch vorkommt, wo sie doch jeder für sich den Stein gar nicht hätten bewegen können. Sie waren bei der Durchführung aufeinander angewiesen.

Wie würdet ihr eure Prüfung aufbauen?