Schwerpunktbereich oder Staatlicher Teil zuerst?

Schwerpunktbereich bzw. Universitärer Teil des Examens vor dem staatlichen Teil des Examens?

Seit einigen Jahren besteht das Staatsexamen oder wie es mittlerweile heißt die erste juristische Prüfung aus zwei Teilen: Dem universitären Teil - eurem gewählten Schwerpunkt - und dem staatlichen Teil. In einigen Bundesländern besteht die Möglichkeit sich auszusuchen wann ihr welchen Teil ablegen wollt. Und dies führt zur Frage: Wann lege ich welchen Teil des Examens ab? Wie immer ist dies eine individuelle Sache...

Der universitäre Teil zuerst - Vor- und Nachteile

Der universitäre Teil des Staatsexamens hat einen Vorteil: Er besteht aus dem von euch selbst gewählten Schwerpunkt. Bestenfalls habt ihr hier auch wirkliches Interesse an der Rechtsmaterie. Insofern liegt das Plus hier im Lernen selbst. Wer Dinge mag, der lernt sie schneller und vielleicht sogar besser. Für gewöhnlich schliesst der Schwerpunkt an die großen Scheine an und zieht sich über zwei bis vier Semester.

Genau hier liegt auch ein weiterer Vorzug: Ihr habt mindestens zwei Semester euch mit eurem Schwerpunkt zu befassen und ihn zu kennenzulernen. Gleichzeitig kann das auch ein Nachteil sein. Wer einen Schwerpunkt gewählt hat der eine andere Art und Weise der Rechtsanwendung voraussetzt, muss sich danach wieder in die für den staatlichen Teil notwendigen Techniken einarbeiten. Dies kann z.B. bei Schwerpunkten mit einem hohen philosophischen Anteil oder auch dem Internationalen Recht der Fall sein.

Das Vorziehen des universitären Teils vor dem staatlichen Teil hat noch einen weiteren Vorzug: Ihr erhaltet an manchen Universitäten/Bundesländern ein Semester gutgeschrieben für den Freischuss. Legt ihr den Schwerpunkt vor dem staatlichen Teil ab, läuft eurer Freischuss ein Semester später als andersrum. Eher psychologisch, aber nicht zu vernachlässigen ist auch der Punkt das Ergebnis des universitären Teils in jedem Fall schon einmal zu haben. Gerade weil die Noten in den Schwerpunkten für gewöhnlich besser ausfallen als die im staatlichen Teil kann dies für eure Nerven ein Bonus sein. Wer z.B. schonmal 10 Punkte im Schwerpunkt gemacht hat, der hat damit auch 30% der Gesamtnote bereits geschafft.

Der staatliche Teil zuerst - Vor- und Nachteile

Der staatliche Teil des Examens ist der weitaus schwierigere, daher ist ein Vorteil ihn vorzuziehen eindeutig der Lernaufwand. Gleich nach den großen Scheinen bleibt ihr so in der Materie und knöpft nahtlos an die Examensvorbereitung an. So bleibt ihr über einen längeren Zeitraum im Lernen und könnt die Zeit der großen Scheine in die Examensvorbereitung miteinbeziehen. Der Freischuss ist so realistisch zu erreichen, denn anstatt den Schwerpunkt zu belegen nutzt ihr die Zeit für die Examensvorbereitung. Deshalb habt ihr in eurer Lernzeit auch keine Unterbrechungen, z.B. durch den Schwerpunkt. Klausurentaktik, Examensstoff und Definitionen bleiben somit frisch.

Der Nachteil den staatlichen Teil vorzuziehen ist der fehlende Abstand nach den Klausuren. Während diejenigen die den universitären Teil vorgezogen haben nach den Klausuren „frei“ haben und sich auf die mündliche Prüfung vorbereiten, müsst ihr nun die Veranstaltungen des Schwerpunkts besuchen und euch auf diesen vorbereiten. Auch verzögert sich der Antritt des Referendariats. Allerdings nur marginal, da eure Mitstudenten lediglich getauscht haben. Jedoch ist es schwierig nach dem Schreiben der Klausuren wieder in die Uni zu gehen und sich erneut an die Vorlesungen zu gewöhnen.

Fazit: Es ist Geschmackssache Welche Variante ihr für euch wählt ist eine individuelle Entscheidung. Ihr müsst entscheiden ob ihr lieber einen Schwerpunkt vorzieht, der euch einen Teil der Endnote sichert, euch dafür aber auch aus der reinen Examensvorbereitung rausholt, oder ob ihr den staatlichen Teil zuerst erledigt, dafür aber wieder an die Uni zurückkehren müsst.

Bist Du denn schon fit für das Referendariat?

Es ist nicht ganz einfach im Stress des ersten Examens sich einen Überblick über die Möglichkeiten des Referendariats zu verschaffen. Da die Bundesländer verschiedene Regelungen haben, ist es ratsam sich vor dem Referendariat über die jeweiligen Möglichkeiten zu informieren. Denn eine gute Entscheidung lässt sich nur dann treffen, wenn man auch alle Variablen kennt. Es lohnt sich daher frühzeitig die notwendigen Informationen zum Referendariat und den Besonderheiten des jeweiligen Bundeslandes einzuholen. Wir haben aus diesem Grund einen kostenfreien Workshop auf die Beine gestellt, der Dir genau dabei hilft! Alle Informationen zum Workshop.

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