Kausalität

D. Gegenstand des Vorsatzes

Wie bereits einführend erörtert, muss sich der Vorsatz auf alle im objektiven Tatbestand festgestellten Tatbestandsmerkmale, sprich alle Umstände die zum gesetzlichen Tatbestand gehören erstrecken. Dazu zählen insoweit festgeschriebene und auch ungeschriebene Tatbestandsmerkmale wie z.B. die Kausalität und objektive Zurechnung, sowie bestimme Qualifikationen. Zu denken sei z.B. an die Qualifikationen der gefährlichen Körperverletzung gemäß § 224 Abs. 1 Nr. 1-5 StGB.1

B. Kausalität

Um feststellen zu können, ob die Handlung für den Erfolg wirklich kausal, d.h. ursächlich, ist, werden insoweit sogenannte Kausalitätstheorien herangezogen. Die für den Studenten bedeutendste und gängigste Theorie ist hierbei die Äquivalenztheorie.

Kumulative Kausalität

Definition: 

Bei der kumulativen Kausalität setzen mehrere Täter unabhängig voneinander Bedingungen, die für sich betrachtet nicht, aber im Zusammenwirken geeignet sind, den Erfolg herbeizuführen.

Bedingungstheorie

Definition: 

Nach dieser Theorie ist Ursache jede Bedingung, d.h. jede Handlung, die nicht hinweggedacht werden kann, ohne dass der Erfolg in seiner konkreten Gestalt entfiele.

Äquivalenztheorie

Definition: 

Nach dieser Theorie ist Ursache jede Bedingung, d.h. jede Handlung, die nicht hinweggedacht werden kann, ohne dass der Erfolg in seiner konkreten Gestalt entfiele.

Alternative Kausalität

Definition: 

Diese Kausalität ist dadurch gekennzeichnet, dass zwei unabhängig voneinander gesetzte Bedingungen gleichzeitig den Erfolg verursachen und jede für sich zur Erfolgsverursachung ausgereicht hätten.

Kausalität

Definition: 

Nach der conditio-sine-qua-non-Formel, ist eine Handlung kausal, wenn sie nicht hinweg gedacht werden kann, ohne dass der Erfolg in seiner konkreten Gestalt entfiele.