Studentenreise nach Japan

Wer sich für eine Reise nach Japan entscheidet, wird bestimmt nicht enttäuscht. Die Gründe dafür sind vielseitig.  Zum Beispiel ist Japan nicht teurer als Europa, auch wenn das immer wieder gesagt wird. Und auch trotz der relativ hohen Preise eignet sich Japan wunderbar als Backpacker-Einstiegsdestination, denn die japanischen Hostels verbinden den gemütlichen Backpacker-Vibe gekonnt mit westlichem Komfort – eine seltene Kombination!

Japan für StudentenJapan verbindet gekonnt Tradition mit Moderne – wer nach Japan reist, wird sich gleichzeitig in zwei Welten begeben, nämlich in das ultramoderne, technikaffine Japan auf der einen und das traditionelle, kulturreiche Japan auf der anderen Seite. Es gibt also viel zu entdecken im Land der aufgehenden Sonne! Einige Highlights, gepaart mit nützlichen Tipps und Tricks, gibt es hier:

Am Einfachsten reist man in Japan mit dem Zug. Japan verfügt wahrscheinlich über das modernste und beste Zugnetz der Welt. Die Fahrt mit dem „Shinkansen“, Japans Hochgeschwindigkeitszug, ist dann auch ein ziemliches Erlebnis.  Für diejenigen, welche länger unterwegs sind, gibt es den Japan Rail Pass. Dieser berechtigt dazu, für 1, 2 oder 3 Wochen das Schienennetz von Japan Rail (JR) unbeschränkt zu benutzen. Der JR Pass ist aber nicht in jedem Fall die billigste Variante. Man sollte daher immer zuerst nachrechnen, ob sich der Kauf eines JR Pass auch wirklich lohnt.

Absolutes "Muss": Tokyo & Kyoto
Egal wie lange man in Japan bleibt, ein Stopp in Tokyo sowie Kyoto sollte in jedem Fall eingeplant werden. Tokyo steht für Fortschritt, Technik und Moderne. Die Viertel sind hipp, die Leute flippig angezogen, und die Gebäude ranken hunderte von Metern den Himmel empor. Im Gegensatz dazu ist Kyoto die Stadt, in der man das traditionelle Japan erleben kann. Hier hat man die besten Chancen, einmal einer Geisha über den Weg zu laufen. Und auch wer sich eine ganze Woche den Tempeln und Schreinen der Stadt widmet, wird trotzdem nur einen Bruchteil davon zu sehen bekommen:

Tokyo
Must-see: Tokyo National Museum
Wer sich einen Überblick über einige Jahrtausende japanischer Kulturgeschichte verschaffen möchte, ist hier am richtigen Ort. Das Museum beherbergt die weltweit grösste Sammlung japanischer Kunst und die ist wahrlich eindrücklich! (Kunst-)Historiker sowie Japan-Begeisterte sollten mind. einen halben Tag einplanen, denn die Ausstellung erstreckt sich über mehrere Gebäude. (Eintritt ca. € 4.50)

Japan für StudentenBudget-Tipp: Senso-ji
Der Besuch des buddhistischen Tempels inmitten von Asakusa, einem Viertel in Tokyo, kostet keinen Eintritt. Deswegen ist der Tempel aber nicht minder eine Attraktion! Eine breite Strasse mit Marktständen, welche Snacks und Souvenirs verkaufen, führt die Besucher zum Tempel. Es herrscht immer ein lebhaftes Treiben und Japaner sowie Touristen sind rege damit beschäftigt, das Glück durch verschiedenste Rituale auf ihre Seite zu lotsen.

Essen: Yakitori
Yakitori – darunter versteht man die japanische Variante von gegrillten Fleisch-, Fisch- und Gemüsespiesschen. In Tokyo gibt es sogenannte Yakitori-Bars, in denen sich die Japaner gerne ein paar Yakitori zu ihrem Feierabendbier gönnen. Wenn auch nicht primär als Hauptmahlzeit gedacht, ist es trotzdem eine tolle Option, wenn der Hunger mal nicht so gross ist.

Kyoto
Japan für StudentenMust-see: Fushimi Inari Shrine
Nicht der Schrein an sich ist hier die Hauptattraktion, sondern die sogenannten „Shrine Gates“, welche zu Tausenden einen Weg von 4 km Länge den Wald hinauf säumen. Wer den ganzen Weg abwandern möchte, sollte unbedingt einen halben Tag dafür einplanen und ganz viel Anti-Mücken-Spray auftragen. Denn so magisch dieser Ort auch ist, die Mücken kennen kein Pardon!

Budget-Tipp: Bus fahren
Es kostet zu Beginn vielleicht etwas Überwindung, in die alten Busse einzusteigen, in denen auch wirklich gar nichts in English angeschrieben steht und auch die Busfahrer kein Wort English verstehen. Wer aber ein wenig Abenteuerlust zeigt, wird belohnt. Die Fahrten sind im Vergleich zu der U-Bahn viel billiger, auch eine Busfahrt von einer halben Stunde kommt nicht über € 2.00.

Essen: Shabu Shabu
Auch wenn Shabu Shabu nicht zum Billigesten gehört, was es in Japan zu Essen gibt, sollte es sich doch jeder einmal gegönnt haben. Das japanische Brühfondue besteht aus in dünne Scheiben geschnittenem Fleisch und Gemüse sowie Nudeln, welche in Brühe gegart und dann mit einer Dip-Sauce gegessen werden. Shabu Shabu wird in der Regel „all you can eat“ serviert.

Hiroshima
Must-see: Peace Memorial Museum
Das Museum, welches sich der Geschichte von Hiroshima im Zusammenhang mit dem Abwurf der ersten Atombombe im zweiten Weltkrieg widmet, ist definitiv ein Must, auch wenn erdrückend und zeitweise richtig herzzerreissend. Neben den geschichtlichen Ereignissen um Hiroshima selber wird auch eindrücklich die geschichtliche Entwicklung von Massenvernichtungswaffen generell beleuchtet. Eintritt € 0.50

Budget-Tipp: Peace Memorial Park
Nicht nur das Peace Memorial Museum, sondern auch der Peace Memorial Park lassen einen in die Geschichte von Hiroshima eintauchen. Es gibt mehrere Memorials, die kostenlos besichtigt werden können, u.a. das Children‘s Peace Monument.

Essen: Hiroshima Beef
Ähnlich wie Kobe-Beef ist Hiroshima-Beef eine Delikatesse, die Fleischliebhaber in den siebten Himmel katapultieren wird. Am Besten im Hostel nach einem nicht so touristischen Restaurant fragen, damit auch der Preis stimmt.

Miyajima
Japan für StudentenMust-see: Itsukushima-jinja (oder der „Floating Shrine“)
Der berühmte Schrein direkt vor der Insel Miyajima begrüsst die Besucher, welche mit der Fähre von Hiroshima kommen. Bei Flut wird der untere Teil des Schreins mit Wasser bedeckt und es entsteht der Eindruck, dass er auf dem Wasser treibt.

Budget-Tipp: Berg „Misen“
Es gibt eine Seilbahn, welche die Besucher für ca. € 12 auf den Berg „Misen“ bringt. Es gibt aber auch vier Wanderwege, auf welchen man in ca. 2 Stunden auf den Berg gelangt. Die Aussicht von oben ist fantastisch und eine tolle Belohnung für den Aufstieg.

Essen: Miyajima Oysters
Miyajima ist bekannt für seine gegrillten Austern. Viele kleine Restaurants und Stände bieten die Delikatesse an. In der Regel bestellt man nicht mehr als zwei bis vier Stück.

Herausforderungen
Manchmal wird gesagt, dass Japan kein Land für Reise-Anfänger ist. Das kommt daher, dass nur sehr wenige Japaner Englisch sprechen und man selber die Schriftzeichen nicht lesen kann. Die Situation, dass man ziemlich hilflos an einer Strassenecke steht und nicht mehr zum Hostel zurückfindet ist daher garantiert. Und dann gibt es noch all diese Regeln! Immer schön die Schuhe ausziehen, alles immer mit beiden Händen überreichen und ja nie die Essstäbchen in den Reis stecken! Ja, Japan kann zugegebenermassen ganz schön anstrengend sein! Dies sollte aber niemanden davon abhalten, dieses tolle Land zu bereisen! Denn man kann sich auf eines verlassen – nämlich auf die Hilfsbereitschaft der Japaner. Den Weg erklären kann man nämlich auch mit Händen und Füssen und die Japaner sind immer gerne bereit dazu, wenn man sie darum bittet. Was die Regeln angeht – es gibt im Internet zahlreiche Blogs zum Thema. Wer sich vor seiner Reise ein bisschen informiert, wird in keine grösseren Fettnäpfchen treten. Alles andere ergibt sich dann von selbst, versprochen!

 

Dieser Reisetipp wurde verfasst von Melanie Zahnd, Master of Law, Basel. Hier kannst Du Ihr auf Twitter folgen...

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