Karriere als Richter

Für viele der Traumjob schlechthin: Richter! Sie sind weisungsunabhängig, müssen niemanden berichten und sind objektiv. Die Rechtswissenschaften gepaart mit Menschlichkeit, das ist nicht selten der Arbeitsalltag eines Richters. Abwechslungsreich ist der Beruf allemal, denn jeder Fall ist individuell. Für wen sich die Bewerbung auf eine Richterstelle lohnt, was du mitbringen solltest und wie es dann weitergeht - das haben wir für euch in einem Steckbrief zusammengefasst.

Der Einstieg - Was sollte ich mitbringen?
Richterstellen sind rar und zudem heißbegehrt. Praktisch nicht kündbar, extrem schwer zu versetzen und Beamter auf Lebenszeit - diese Kombination reizt viele Juristen. Grundvoraussetzung ist die Befähigung zum Richteramt: Zwei erfolgreich abgelegte Staatsexamen und die Deutsche Staatsbürgerschaft. Ob und welche Stellen verfügbar sind ist bei den jeweiligen Landesgerichten zu erfragen.

Die Noten, die Du mitbringen solltest
Da die Bewerberdichte auf Richterstellen hoch ist, sind die Ansprüche an die Bewerber es auch: Prädikatsexamen - bestenfalls in beiden Examen. Zudem haben Bewerber mit erfolgreicher Promotion mehr Chancen.

Zusatzqualifikationen, die nützlich sein können
Eine Promotion macht sich gut, ist aber keine zwingende Voraussetzung. Wer als Richter arbeiten möchte, sollte zudem eines mitbringen: Belastbarkeit. Auch Entscheidungsfreude und ein gutes Sprachgefühl sind wichtig. Zudem sollte der Bewerber möglichst auch einen Schwerpunkt in dem Bereich haben, indem die gewünschte Stelle zu besetzen ist. Es ist leichter eine Stelle als Richter für Familiensachen zu bekommen, wenn fundierte Kenntnisse im Familienrecht vorhanden sind. Weiterhin sind Kenntnisse der jeweiligen Prozessordnung erforderlich.

Schwerpunkte setzen
Egal in welchem der drei Rechtsgebiete: Fundierte Kenntnisse der jeweiligen Prozessordnung sind unerlässlich. Alles weitere richtet sich nach der vakanten Stelle und dem eigenen Schwerpunkt.

Arbeitsalltag als Richter
Richter haben eine hohe Arbeitsbelastung, denn Verfahren gleich welcher Art nehmen stetig zu. 60 Stunden und mehr die Woche sind gerade am Anfang keine Seltenheit. Aber auch hier ist es möglich außerhalb der Sitzungstage im Homeoffice zu arbeiten.

Der Arbeitsalltag eines Richters besteht einerseits aus der Arbeit mit den Akten und andererseits aus den Sitzungstagen. Die Aktenbearbeitung mit der Sichtung der Fälle, Vorbereitung der Verhandlungen und Verfassen von Urteilen und Strafbefehlen macht den größten Teil des Arbeitstalltags aus. Je nach Einsatzgebiet kommen noch Haftprüfungen oder Anordnungen, z.B. zur Blutentnahme, dazu.

Es ist Aufgabe des Richters als neutrale Person unparteiisch nach geltendem Recht die Streitigkeiten der Parteien zu entscheiden. Dabei muss er alle Aspekte des Falles berücksichtigen und entsprechend abwägen.

An den Sitzungstagen spielt sich alles in den Verhandlungssälen ab. Nun geht es darum die Beteiligten zu hören und die Beweise gegeneinander abzuwägen. Auf dieser Basis fällt der Richter dann das Urteil.

Aufstiegsmöglichkeiten als Richter
Die Aufstiegsmöglichkeiten sind überschaubar und ähnlich wie bei der Staatsanwaltschaft. Der Richter kann zum Direktor oder Präsident des jeweiligen Gerichts oder zum Richter an einem höherem Gericht werden. Beförderungen erfolgen nicht regelmäßig, vielmehr steigt die Besoldung mit mehr Dienstjahren entsprechend an. Als Richter ist es aber möglich Nebentätigkeiten auszuüben, z.B. in der Ausbildung der Rechtsreferendare oder an Universitäten.

Gehalt als Richter
Richter erhalten eine Besoldung nach der Besoldungsordnung R. Die Einstiegsbesoldung liegt bei ca. 3.200 € (R1). Da die Besoldung der Länder unterschiedlich ausfällt, gibt es keine definitive Zahl. Zur Besoldung kommt noch der Familienzuschlag von ca. 100 €. Der Berufsanfänger wird zunächst zum Beamten auf Probe ernannt, nach ca. 3-5 Jahren erfolgt die Verbeamtung auf Lebenszeit.

Wie finde ich den richtigen Arbeitgeber?

Es ist nicht ganz einfach sich im Stress des ersten Examens einen Überblick über die Möglichkeiten der Anwalts- und Wahlstation im Referendariat oder gar über Möglichkeiten bei dem passenden Arbeitgeber zu verschaffen. Da die Kanzleien verschiedene Förderprogramme anbieten ist es ratsam sich vorher über die einzelnen Möglichkeiten zu informieren. Denn eine gute Entscheidung lässt sich nur dann treffen, wenn man auch alle Variablen kennt. Es lohnt sich daher frühzeitig die notwendigen Informationen der jeweiligen Kanzleien einzuholen. Verschaff Dir diesen Überblick bei unseren Topkanzleien:

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