Karriere als Associate im Bereich Compliance und Wirtschaftsstrafrecht

Frage: Seit wann sind Sie bei Norton Rose Fulbright und warum haben Sie sich für diese Kanzlei entschieden?

Christina
Ich bin zum Ende des Jahres 2018 gemeinsam mit Dr. Alexander Cappel, der den Bereich Compliance und Wirtschaftsstrafrecht als leitender Partner betreut, von einer anderen Großkanzlei zu Norton Rose Fulbright gekommen. Der Wechsel war für mich aus dem Grund reizvoll, da es den Bereich Compliance und Wirtschaftsstrafrecht in dieser Form bei Norton Rose Fulbright vorher noch nicht gab und ich nun dessen Aufbau und Entwicklung mit begleiten kann.
Das Besondere an Norton Rose Fulbright ist das große und internationale Netzwerk. Wir haben weltweit über 50 Standorte an denen mehr als 4.000 Rechtsanwälte arbeiten – das ist selbst für eine Großkanzlei etwas Besonderes.

Frage: Inwieweit ist Ihre Erwartungshaltung an Ihren Fachbereich erfüllt worden?

Christina
Aufgrund der Tatsache, dass der Bereich Compliance und Wirtschaftsstrafrecht bei Norton Rose Fulbright in dieser Form noch nicht lange besteht und unser Team noch klein ist, ergibt sich für mich die tolle Besonderheit, dass ich in fast alle Mandate, die in unserem Fachbereich bearbeitet werden, mit eingebunden bin. An diesem Setting gefällt mir besonders, dass ich zum einen in fachlicher Hinsicht eine große Bandbreite von relevanten Themen abdecke und hier so umfassend ausgebildet werde, wie es nur in wenigen Großkanzleien möglich wäre. Hinzu kommt, dass ich gleichzeitig auch organisatorische Aufgaben übernehme, die ebenfalls zur Mandatsarbeit gehören.

Frage: Welche Qualifikationen bzw. Vorkenntnisse sollte Berufseinsteiger mitbringen?

Christina
Wie jede Kanzlei freuen wir uns natürlich über gute Examina und die gängigen Zusatzqualifikationen wie eine Promotion oder einen LL.M. Unabdingbar sind auch solide Englischkenntnisse. Wir arbeiten täglich mit Kollegen aus der ganzen Welt zusammen und verfassen auch einen Großteil unserer Gutachten auf Englisch. Ganz besonders legen wir auch Wert auf Teamfähigkeit und Kollegialität.

Frage: Wie werden Sie bei Norton Rose Fulbright unterstützt?

Christina
Bei uns arbeiten die Anwälte, die ganz frisch zu uns kommen immer eng mit einem oder mehreren Partnern aus ihrem Bereich zusammen. Ich persönlich habe durch diese enge Zusammenarbeit am meisten gelernt – sowohl was die Inhalte als auch die Koordination und taktische Fragen anbelangt. Darüber hinaus nimmt jeder Anwalt bei Norton Rose Fulbright am internen Academy-Programm teil, dass vor allem zu Beginn der Karriere sehr hilfreich ist.

Frage: Welche Weiterbildungsmöglichkeiten ermöglicht Norton Rose Fulbright?

Christina
Die bereits angesprochene Academy ist keine einmalige Veranstaltung zum Berufseinstieg. Sie bleibt für jeden Anwalt während seiner gesamten Karriere bei Norton Rose Fulbright relevant. Mit dem Stand der Ausbildung verändern sich auch die vermittelten Inhalte der Academy-Kurse. Darüber hinaus besuchen wir natürlich auch externe Veranstaltungen, um uns fortzubilden und uns auch kanzleiübergreifend zu vernetzen.

Frage: Was ist das Spannendste, was Ihnen in Ihrem Beruf bisher passiert ist?

Christina
Eines der spannendsten Mandate, das wir vor kurzem bearbeitet haben war ein so genannter „Fake President Fall“. Ein hochrangiger Mitarbeiter eines Unternehmens wurde von seinem vermeintlichen Chef kontaktiert und unter Druck gesetzt, im Rahmen einer angeblich geheimen Transaktion eine große Geldsumme ins Ausland zu überweisen. Kurz nachdem das Geld überwiesen war stellte sich heraus, dass es diese Transaktion zum einen überhaupt nicht gab und zum anderen auch der echte Chef unseres Mitarbeiters keine Überweisung in Auftrag gegeben hatte. Bei der Mandatsarbeit musste hier natürlich alles sehr schnell gehen. Wir mussten in kürzester Zeit ein internationales Team zusammenstellen, mit mehreren Behörden in unterschiedlichen Ländern Kontakt aufnehmen, den Weg des Geldes nachvollziehen, rechtliche Gutachten vorbereiten und gleichzeitig unsere Mandantin auf dem Laufenden halten. Letzten Endes konnten wir die Überweisung stoppen und das Geld abfangen, bevor es auf dem Zielkonto ankommen konnte.

Frage: Was ist das Beste an der Arbeit bei Norton Rose Fulbright?

Christina
Eine einzige Besonderheit zu nennen fällt mir schwer. Das Beste ist wohl die Mischung aus vielen Aspekten: Ich arbeite in einem tollen Team an spannenden Fällen und habe nette Kollegen, mit denen ich mich auch privat gut verstehe. Nicht zu verachten ist auch der Blick aus meinem Bürofenster – von hier aus kann ich über ganz Frankfurt schauen.

Frage: Welche Einschränkungen bringt der Beruf mit sich?

Christina
Auch wenn viele Geschichten, die man so hört sicher übertrieben sind, arbeitet man in einer Großkanzlei viel. Damit, dass abends mal etwas dazwischen kommt und man das geplante Abendessen mit den Freunden absagen muss, muss man ab und zu rechnen.

Frage: Was ist Ihr Ausgleich zum Büroalltag?

Christina
Für mich sind meine Freunde der beste Ausgleich zum Büroalltag. Wenn man mit guter Laune beim Abendessen oder einem Bier zusammensitzt, vergisst man auch Arbeitstage an denen man sich mal geärgert hat oder die anstrengender waren als erwartet. Ansonsten habe ich unterschiedliche Hobbies, die überhaupt nichts juristisches an sich haben – ich male und koche gerne und gehe so oft wie es der innere Schweinehund zulässt zum Sport.

Frage: Was würden Sie rückblickend in Ihrer juristischen Ausbildung anders machen?

Christina
Rückblickend würde ich in meiner Ausbildung nichts anders machen. Sicher hätte ich mehr lernen, noch ein Seminar mehr besuchen oder zwischendurch die Uni wechseln können um neue Eindrücke zu gewinnen. Das alles lässt sich aber nur im Nachhinein leicht sagen und hätte zu meiner damaligen Situation vielleicht gar nicht gepasst.

Frage: Welchen Tipp würden Sie gerne jedem Jurastudenten mitgeben?

Christina
Es ist keine Katastrophe Fehler zu machen. Das gilt zum einen, wenn man mal eine Klausur versiebt oder durch eine Hausarbeit fällt. Das gilt auch dann, wenn man während eines Semesters mal nicht ganz bei der Sache war und sich vom Erwachsen werden hat ablenken lassen. Auch durchs Examen zu fallen ist kein Weltuntergang. Das Wichtigste dabei ist, dass man aus Fehlern lernt, sich gute Kritik zu Herzen nimmt und während der Arbeit sein Bestes gibt.

Hier siehst Du Deine Einstiegsmöglichkeiten bei Norton Rose Fulbright als Referendar oder wissenschaftlichen Mitarbeiter: Karriere bei Norton Rose Fulbright

Großkanzlei
  • Frankfurt am Main
  • Hamburg
  • München