Wie motiviere ich mich zum Lernen?

In der Anfangsphase – sei es die Examensvorbereitung oder das Lernen für eine Klausur – sind wir alle noch hoch motiviert, viel zu büffeln. Doch mit der Zeit lässt das bei fast jedem nach und eine Frage steht irgendwann über allem: Wie kann ich mich zum Lernen motivieren, wenn gerade alles andere spannender erscheint?
 
Du musst wissen, warum Du lernst
In meinen Augen der wichtigste Punkt: Wofür lernst Du?
Damit meine ich nicht so etwas Banales wie: das Examen. Warum hast Du Dich für das Jurastudium entschieden? Was treibt Dich an? Warum möchtest Du bestehen?
Ich wollte seit dem ersten Semester zur Staatsanwaltschaft und wusste, dass ich dafür im besten Fall ein VB brauche – das hat mich angetrieben. Auch wenn es Tage gab, an denen ich keine Lust mehr hatte, müde war, den Stoff nicht mehr sehen konnte, habe ich mir immer wieder vor Augen gerufen, warum ich jetzt lernen sollte.
 
Setz Dir Ziele
Ohne Ziele arbeitet man ineffektiver oder eben auch mal gar nicht. Deswegen solltest Du Dir kleine Etappenziele setzen. Sei es das Bestehen einer Hausarbeit, einen (realistischen) Lernplan, den Du erfüllen willst oder ein Skript, was bis zum Ende der Woche durchgearbeitet sein soll. Achte darauf, dass Deine Ziele erreichbar, aber fordernd sind. Das sorgt dafür, dass Du am Ball bleibst.
 
Brich auch mal aus bekannten Strukturen aus
Nur weil Du immer Karteikarten auswendig lernst, immer in der Bib sitzt und immer um 6 Uhr aufstehst, heißt das noch lange nicht, dass diese Vorgehensweise auch effektiv ist. Hinterfrage Deine lieb gewordenen Traditionen in regelmäßigen Abständen, um Zeitfresser zu eliminieren und Dir eine effektive Lernmethode anzugewöhnen. Denn nur, weil Du von 8 bis 18 Uhr in der Bib bist, heißt es nicht, dass Du mehr lernst, als jemand, der vielleicht nur von 9 bis 14 Uhr hoch konzentriert an einem anderen Ort lernt.

Geh das Unangenehme zuerst an
Auch wenn manche Aufgaben sehr langweilig sind – ich denke hierbei z. B. an das Formatieren von Hausarbeiten – schieb sie nicht auf, sondern gehe sie so früh wie möglich an. Ich selbst drücke mich oft vor dem Auswendiglernen, obwohl ich natürlich weiß, dass einige Definitionen ganz einfach „sitzen“ müssen. Genau deswegen müssen auch diese Aufgaben angegangen werden. Wenn Du sie zuerst abarbeitest, hast Du danach den Kopf frei und fühlst Dich um einiges motivierter für die weiteren Etappen.
Ein weiterer Vorteil ist, dass Du so auch der bekannten Prokrastination (das "Ich putz lieber das Bad, anstatt zu lernen"-Problem) aus dem Weg gehst. Wir alle kennen diese Momente, in denen jede Aufgabe attraktiver als das Lernen erscheint. Fall darauf nicht herein, sondern erledige das Unangenehme zuerst.
 
Belohnung
Was spricht dagegen, sich für erledigte Aufgaben und erreichte Ziele zu belohnen? Sei es mal ein Stückchen Schokolade, die neuen Schuhe, die Du unbedingt haben wolltest, ein Städtetrip übers Wochenende, ein Ausflug in die Sauna oder einfach ein ausgiebiges Bad. Tu Dir selbst etwas Gutes, nachdem Du hart gearbeitet hast!
 
Planung
Planung ist die halbe Miete. Sei es mithilfe einer To-do-Liste, einem Lernplan oder einem Wochenplan. So hast Du immer im Blick, was Du noch vor Dir hast, siehst aber auch, was Du alles schon erreicht hast (Stichwort: Belohnung). Zudem gleicht das Gefühl, ein Häkchen hinter eine erledigte Aufgabe machen zu können, fast auch schon einer Belohnung.
Wenn es auf das 1. Examen zugeht, ist es ohnehin nicht ganz einfach sich im Stress des ersten Examens einen Überblick über die Möglichkeiten des Referendariats zu verschaffen. Da die Bundesländer verschiedene Regelungen haben, ist es ratsam sich vor dem Referendariat über die jeweiligen Möglichkeiten zu informieren. Denn eine gute Entscheidung lässt sich nur dann treffen, wenn man auch alle Variablen kennt - und es gibt sehr viele Variablen! Es lohnt sich daher frühzeitig die notwendigen Informationen zum Referendariat und den Besonderheiten des jeweiligen Bundeslandes einzuholen. Wir haben aus diesem Grund einen kostenfreien Workshop auf die Beine gestellt, der Dir genau dabei helfen soll! Alle Informationen zum Workshop

Großkanzlei
  • Düsseldorf
  • Hamburg
  • Frankfurt am Main
  • München
  • Berlin