Nebenbei Geld verdienen im Referendariat? Möglich oder lieber reich heiraten?

Einblick in offene Stellen für Studenten & Referendare bei spannenden Kanzleien 
In einem meiner vorherigen Beiträge habe ich mich bereits darüber ausgelassen, wie wenig wir Juristen während unseres Referendariats verdienen und wie schwer uns das „ein bisschen nebenbei verdienen“ gemacht wird.
 
Dieser Beitrag soll weniger ein Gejammer, als viel mehr voll mit Tipps sein, wie du im Referendariat zu Geld kommst, ohne noch vor dem zweiten Staatsexamen reich heiraten zu müssen. (Solltest du nichtsdestotrotz jemanden zum Heiraten zur Hand haben, der oder die noch dazu reich ist, bitte gerne mit den Plänen fortfahren. Kann ja nie schaden.)

Wieviel, wann und wo?

Natürlich stellen sich in Bezug auf Nebenjobs im Referendariat immer dieselben Fragen: Wie viel soll ich nebenbei arbeiten? Wann soll ich arbeiten und vor allem wo? Einige der Fragen beantworten sich von ganz alleine, abhängig von dem Bundesland, in dem Ihr euer Referendariat ableistet.
In Hamburg beispielsweise werden die Eckdaten für Nebenjobs von vorneherein festgelegt. Der Referendar darf nicht mehr als 500 € zusätzlich zu seiner Unterhaltsbeihilfe vom OLG Hamburg verdienen. Ansonsten wird die Unterhaltsbeihilfe entsprechend gekürzt. Und eins sei in diesem Zusammenhang gesagt: Um eine Kürzung der Unterhaltsbeihilfe – die man ja ohnehin für reines Existieren bekommt, rentabel zu machen, muss man wirklich jede Menge Kohle nebenher verdienen.
Mit dieser Verdienstgrenze lässt sich automatisch auch das „wie viel“ benennen. Nämlich wenig. Um die 500 € nicht auch noch zusätzlich zu versteuern, sollte man versuchen, nicht über den Betrag von 450 € zu kommen. Denn das ist die Grenze für einen Minijob, für den keine Sozialabgaben anfallen.
Selbstverständlich könnt ihr auch weiter in einem Club jobben oder jedem anderen Nebenjob nachgehen, den ihr auch schon vorher hattet. Ich empfand es jedoch während des Referendariats als sehr gewinnbringend, in unmittelbarem Jurabezug zu arbeiten. Nicht unbedingt, weil ich von Jura nicht genug bekommen konnte. Vielmehr ist es meiner Meinung nach von riesigem Vorteil, von „fertigen Juristen“ und richtiger juristischer Tätigkeit umgeben zu sein.
Meiner Ansicht nach bekommt man nämlich einen richtig tiefgehenden Blick auf eine Tätigkeit, eine Kanzlei oder ein Team erst nach weit mehr als 3 Monaten Stationszeit. Und diese Einblick Möglichkeit ist doch neben der Tatsache, dass man damit Geld verdient und Kontakte knüpft gar nicht so übel, oder? Wenn Du nach einer besonderen Anwalts- oder Wahlstation, einem besonderen Praktikum oder erster Arbeitserfahrung neben dem Studium/Referendariat suchst, dann findest Du hier den perfekten Überblick: Stellenüberblick für Studenten & Referendare

In dem zweiten Teil dieses Beitrags gebe ich euch einen genaueren Blick in die häufigsten Nebenjobs im Referendariat: Welche Möglichkeiten gibt es für Nebenjobs im Referendariat.
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