Examensvorbereitung in Zeiten der Corona-Krise

Was wie in einem schlechten Film aussieht, ist nun tatsächlich Realität geworden: Unsere sozialen Kontakte sollen auf ein Minimum reduziert werden, um eine rasante Ausbreitung von COVID-19 zumindest zu verlangsamen. Ab sofort gilt das Motto: Stay at home!
Die Bibliotheken haben geschlossen, Repetitorien oder Arbeitsgemeinschaften für Referendare finden nicht mehr vor Ort statt.
 
Die meisten werden sich jetzt fragen: Wie soll ich denn bloß lernen, den verpassten Stoff nachholen oder mich gar auf das Examen vorbereiten?
 
Zwar kamen die Maßnahmen für alle von uns mehr oder weniger plötzlich, jedoch hat die Mehrheit der Unis, Repetitorien und Gerichte schnell übergangsweise eine Alternative für uns gefunden.
 
Wir können zwar vorerst nicht persönlich in die Bib, doch die meisten Universitäten arbeiten daran, für alle Studenten zum Beispiel einen Zugang zu beck-online zu ermöglichen, um so an die erforderliche Literatur zu gelangen. Demzufolge wurden auch viele Fristen für Studien- bzw. Hausarbeiten verlängert oder die Möglichkeit gegeben, sogar zurückzutreten und die Arbeiten zu verschieben.
 
Auch die kommerziellen Repetitorien und die Arbeitsgemeinschaften im Referendariat haben schnell reagiert und vorerst auf Online-Reps oder Online-AG´s umgestellt. So ermöglichen die Repetitorien uns, online und live an den Vorträgen über Portale wie „Webex“ oder „Zoom“ teilzunehmen. Natürlich kann diese Art des Vortrags niemals die typische Repetitoriums-Vorlesung ganz ersetzen, da unsere Möglichkeiten, unmittelbar und „in Echtzeit“ zu interagieren, allein schon aus technischen Gründen meistens eingeschränkt sind. Jedoch ist es für diese Übergangszeit in jedem Fall eine gute Alternative.
Die Arbeitsgemeinschaften finden über ähnliche Portale statt.
 
Wichtig in dieser Zeit ist, vor allem gegen das „Vergessen“ anzukämpfen. Um weiterhin fit zu bleiben, empfehle ich Euch, Angebote für Online-Karteikarten und Streitstände zu nutzen. So könnt Ihr Euer vorhandenes Wissen wiederholen, konservieren und Euch neues Wissen aneignen.
 
Weiterhin habt Ihr die Möglichkeit, alte Klausuren nachzuarbeiten. Mal ganz ehrlich, fast alle von uns beschäftigen sich nicht so gern mit alten, bereits geschriebenen Klausuren, die nicht so gut ausgefallen sind, oder? Jetzt wäre doch eine gute Gelegenheit, solche Arbeiten noch einmal durchzugehen, die eigenen Fehler zu erkennen und zu versuchen, neu zu gliedern. Das Gleiche gilt natürlich auch für solche Klausuren, die deutlich über Eurem sonst gewohnten Durchschnitt liegen. Hier ist es wichtig, zu erkennen, was Euch diesmal besonders gut gelungen ist, sodass Ihr dies beim nächsten Mal entsprechend wieder richtig macht.
 
Ein Appell allerdings an alle: Bitte jetzt keine Lerngruppen mit persönlichem face-to-face Kontakt gründen, auch wenn die Verlockung groß ist. Jeder soziale Kontakt kann dazu führen, dass sich das Coronavirus noch schneller ausbreitet. Auch Lerngruppen können wir über FaceTime, Skype, WhatsApp oder Ähnlichem abhalten. Es ist in unser aller Interesse, uns an die vorgegeben Maßnahmen zu halten, damit wir so schnell wie möglich unseren ursprünglichen Alltag wiederhaben und zu unserer gewohnten Lernroutine zurückkehren können.
 
Da wir gerade sowieso nur zuhause bleiben sollen, können wir doch auch versuchen, uns in den eigenen vier Wänden bestmöglich zu konzentrieren und schlicht aus dem „Homeoffice“ zu lernen.
Was für unsere (angehenden) Referendare erfahrungsgemäß auch abseits der Corona-Krise ebenfalls interessant ist:
Stellenangebote VB - Koffer iurastudentPro Vorbereitungsseminar für das Referendariat Online - Rep
 
Bleibt gesund - und viel Erfolg!
Bella Fiedler
Großkanzlei
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