Das zweite Staatsexamen

Der krönende Abschluss des Vorbereitungsdienstes ist das Zweite Staatsexamen. Einerseits wird es gefürchtet, andererseits ist es die letzte Prüfung auf dem Weg zum Volljuristen. Daher liegt der Schwerpunkt auch eher im Praxisteil - in Form von aktuellerer Rechtsprechung - und weniger im diskutieren wissenschaftlicher Streitstände. Wie auch bei der 1. Juristischen Prüfung besteht das Zweite Staatsexamen aus zwei Teilen: Dem Schriftlichen Teil und dem Mündlichen Teil.


Der Schriftliche Teil des zweiten Staatsexamens

Je nach Bundesland sind zwischen sieben und elf Klausuren zu schreiben. Genau genommen stellt nur das Zweite Staatsexamen ein rein staatliches Examen dar, da im Gegensatz zur 1. Juristischen Prüfung die Gesamtprüfung vom jeweiligen Prüfungsamt durchgeführt wird.

Ein weiterer Unterschied: Im zweiten Staatsexamen darf mit Kommentaren gearbeitet werden. (Diese müssen nicht notwendigerweise für bis zu 750 € gekauft, sondern können auch erheblich günstiger gemietet werden.) Was auf den ersten Blick wie ein Vorteil gegenüber den Klausuren im ersten Staatsexamen aussieht, hat es in sich. Denn das Assessorexamen hat den Stoff des Referendariats zum Gegenstand. So sind in den Klausuren für gewöhnlich Urteile, Beschlüsse oder Anordnungen des Gerichts anzufertigen, Sachverhalte aus der Sicht des Anwalts aufzubereiten und darauf aufbauend eine Beratung des Mandanten zu erstellen. Das Prozessrecht nimmt nun einen großen Teil des Stoffes ein und aktuelle Rechtsprechung tritt in den Vordergrund.


Der mündliche Teil des zweiten Staatsexamens

Bis zu 40% der Gesamtnote macht der Aktenvortrag und das Prüfungsgespräch aus. Der Aktenvortrag muss nach einer Stunde Vorbereitungszeit gehalten werden. Die Besonderheit: Der Prüfling erhält ein Aktenstück mit ca. 10 - 14 Seiten und muss daraus eine Entscheidung herleiten die in der Praxis standhält. Die Aufgabe kann darin bestehen einen Mandanten hinsichtlich seines rechtlichen Problems zu beraten oder aber ein Urteil aus richterlicher Sicht zu fällen.

Der Aktenvortrag als solches nimmt ca. 12 Minuten in Anspruch (die Dauer kann von Bundesland zu Bundesland variieren). Im Anschluss an den Aktenvortrag folgt das Prüfungsgespräch, ähnlich wie in der Mündlichen Prüfung der 1. Juristischen Prüfung werden hier die drei Rechtsgebiete Zivil-, Straf- und Öffentliches Recht abgeprüft. Jedes Rechtsgebiet belegt dabei etwa eine Stunde, auch hier geht es eher um Praxisrelevanz und weniger um theoretische Streitstände der Literatur.


Was muss ich alles für das Referendariat berücksichtigen?

Es ist nicht ganz einfach im Stress des ersten Examens sich einen Überblick über die Möglichkeiten des Referendariats zu verschaffen. Da die Bundesländer verschiedene Regelungen haben, ist es ratsam sich vor dem Referendariat über die jeweiligen Möglichkeiten zu informieren. Denn eine gute Entscheidung lässt sich nur dann treffen, wenn man auch alle Variablen kennt. Es lohnt sich daher frühzeitig die notwendigen Informationen zum Referendariat und den Besonderheiten des jeweiligen Bundeslandes einzuholen. Wir haben aus diesem Grund einen kostenfreien Workshop auf die Beine gestellt, der Dir genau dabei helfen soll!

Alle Informationen zum Workshop

Wie findest Du das passende Praktikum oder die passende Anwalts- oder Wahlstation im Referendariat?

Da die Kanzleien verschiedene Förderprogramme anbieten, ist es sehr ratsam, sich einen Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten im Rahmen eines Praktikums oder der Anwalts- und Wahlstation im Referendariat zu verschaffen. Eine gute Entscheidung lässt sich nur von dem treffen, der auch alle Variablen kennt. Es ist daher äußerst ratsam sich frühzeitig die notwendigen Informationen der jeweiligen Kanzleien einzuholen. Verschaff Dir diesen Überblick bei unseren Top-Kanzleien:

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