Karriere im Bank- und Finanzrecht

Einblick in offene Stellen von spannenden Arbeitgebern 
Es regiert die Welt. Mehr ist immer besser. Zu viel kann man davon eigentlich nicht haben. Richtig, die Rede ist von Geld. Diese landläufig bekannten Sätze machen klar, wie wichtig es für uns ist stets liquide zu sein. Sollte das einmal nicht der Fall sein, stehen Banken gerne parat und helfen mit Krediten aus. Klingt nach einem Fall, in dem es auf gute Verträge, Verhandlungsgeschick und Fachwissen ankommt. Klingt auch nach einem spannenden Fachgebiet für wirtschaftsinteressierte Juristen.
 
Heute geht es um den Bereich Bank- und Finanzrecht, oder auch häufig „Banking and Finance“ genannt.
 
Bank- und Finanzrecht
„Banking and Finance“ sind Begriffe, unter denen Du Dir sicherlich grundsätzlich erst einmal etwas vorstellen kannst – es geht um Geld. Dennoch scheinen die Berührungspunkte im Studium auf den ersten Blick eher gering auszufallen. Dabei ist das klassische Bank- und Finanzrecht grundsätzlich sowohl vom allgemeinen Zivilrecht als auch dem Sachenrecht geprägt. Oft ist in dieser Abteilung zusätzlich das Bankaufsichtsrecht und damit auch das klassische öffentliche Recht ansässig.
 
In der Großkanzlei geht es im Bereich Bank- und Finanzrecht zumeist um Finanzierungen aller Art und damit um Kreditverträge. Das Ganze findet natürlich auf einer etwas größeren Ebene statt als beim klassischen Verbraucher, der einen Kredit aufnimmt, um einen Hauskauf zu finanzieren. Häufig leihen sich Unternehmen große Geldsummen für die Finanzierung von Projekten, dem Kauf einer Immobilie oder Anlage sowie für eine Investitionen in beispielsweise erneuerbare Energien. Im Rahmen eines Kreditvertrages werden dann Sicherheiten für die Bank bestellt, durch Sicherungsübereignungen, Verpfändungen und Grundschulden. Aber auch im Rahmen des Bankaufsichtsrechts wirst Du tätig und berätst Banken, Behörden und Unternehmen in unterschiedlichen Angelegenheiten. So zum Beispiel beim Erhalt einer Bankerlaubnis oder dem Erwerb oder Verkauf von Finanzdienstleistungs- und Kreditinstituten. Zu Deinem Mandantenkreis gehören neben privaten Anlegern somit auch Finanzdienstleister, Banken und Versicherungen.


Mit der Spezialisierung auf den Fachbereich Banken- und Finanzrecht geht schnell auch ein Auslandsbezug einher, etwa weil das Mutterunternehmen im Ausland ansässig ist. Sehr gute Englischkenntnisse sind folglich ein Muss. Häufig sind die Mandanten „Big Player“ und börsennotiert, sodass es auch Insidermandate gibt – das macht das Ganze extrem spannend. Dafür bist du grundsätzlich selten vor Gericht, sondern einigst Dich mit der Gegenseite in der Regel relativ friedlich über grundsätzliche Bedingungen des Kreditvertrages.
 
Deiner Weiterbildung steht natürlich auch in diesem Bereich nichts im Weg. So hast Du sowohl die Möglichkeit Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht zu werden als auch einen LL.M. (Master of Law) zu machen. Während Du für den Fachanwalt neben mehrjähriger Tätigkeit auch besondere theoretische und praktische Kenntnisse nachweisen musst, hast Du beim LL.M. die Möglichkeit ihn direkt an Dein Studium anzuschließen oder Teilzeit neben dem Beruf zu absolvieren.
 
Da auch in diesem Fachgebiet Englischkenntnisse auf höchsten Niveau mehr als erwünscht sind, bietet sich ein LL.M. im Ausland an. So bieten zum Beispiel die University of Zurich (Schweiz), Dundee (Nordirland), die Melbourne Law School (Australien) oder die Boston University School of Law (USA) eigene Master of Law Studiengänge im Bereich Bank- und Finanzwesen an. Auch ein Onlinestudium ist denkbar und besonders dann eine Überlegung wert, wenn das Studium nicht in Voll- sondern Teilzeit betrieben werden soll.
 
Aber auch innerhalb Deutschlands ist es möglich den LL.M. in diesem Bereich zu machen. Der Hotspot ist hier eindeutig die Bankenstadt Frankfurt. So bietet sowohl die Goethe-Universität Frankfurt am Main (LL.M. Finance), als auch die Frankfurt School of Finance & Management (LL.M Financial Law) einen entsprechenden Masterstudiengang an.
 
Wenn Du Dich für den Bereich „Bank- und Finanzrecht“ interessierst, solltest Du grundsätzlich ein wirtschaftliches Verständnis mitbringen und gesellschaftsrechtlich gut bewandert sein, denn häufig gehen mit der Finanzierung gesellschaftsrechtliche Probleme Hand in Hand. Teamplayer mit Verhandlungsgeschick und sehr guten Englischkenntnissen haben in diesen rasant wachsenden Fachgebiet die Nase eindeutig vorn.

Hier siehst Du Deine Einstiegsmöglichkeiten in den Bereichen Bank- und Finanzrecht als Praktikant, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Referendar oder Rechtsanwalt: Stellenanzeigen

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