Karriere als Staatsanwalt

Einblick in offene Stellen von spannenden Kanzleien 

Wessen Herz für das Strafrecht schlägt, dem bleiben nur zwei Möglichkeiten: Strafrechtler oder aber Staatsanwalt. Eine Karriere bei der Staatsanwaltschaft ist nicht nur wegen der Verbeamtung attraktiv, sie ist auch abwechslungsreich. Das Strafrecht in all seinen Facetten und dabei teilweise noch spannende Fälle - das gibt es bei der Staatsanwaltschaft. Für wen sich die Bewerbung bei der Staatsanwaltschaft lohnt, was du mitbringen solltest und wie es dann weitergeht - das haben wir für euch in einem Steckbrief zusammengefasst.

Der Einstieg - Was sollte ich mitbringen?
Ein ausgeprägtes Interesse für das Strafrecht und Durchsetzungsvermögen sind eine gute Grundlage für den Einstieg bei der Staatsanwaltschaft. Wer in den Staatsdienst möchte und Entscheidungsfreudig ist, der ist hier richtig. Voraussetzung für den Einstieg ist die Befähigung zum Richteramt. 

Die Noten, die Du mitbringen solltest
Gerne gesehen ist auch hier ein Prädikatsexamen. Allerdings ist dies keine zwingende Voraussetzung. Bewerbungen sind an die jeweiligen Justizministerien zu richten, diese haben - je nach Bundesland - verschiedene Vorstellungen welche Noten gefordert werden.

Zusatzqualifikationen, die nützlich sein können
Strafrechtliche Praxiserfahrung, z.B. in der Wahlstation im Referendariat oder durch freie Mitarbeit bei einem Strafrechtler sind von Vorteil. Durchsetzungsvermögen und Verhandlungsgeschick machen sich ebenfalls gut, denn sie werden im Praxisalltag gebraucht. Fremdsprachen sind hier eher nicht gefragt, vielmehr muss der Bewerber belastbar sein und zügig, eigenständig arbeiten können.

Schwerpunkte setzen
Das materielle Strafrecht und das Strafprozessrecht sollten der Schwerpunkt des Bewerbers sein. Denn damit arbeitet der Staatsanwalt jeden Tag, fundierte Kenntnisse sind hier Grundvoraussetzung.

Arbeitsalltag als Staatsanwalt
Die Zeiteinteilung der Staatsanwälte ist recht flexibel, eine 40-Stunden Woche jedoch eher die Seltenheit. Dafür kann der Staatsanwalt - außerhalb der Sitzungstage - auch von zu Hause aus arbeiten. Die Aufgabe des Staatsanwalts besteht zum größten Teil aus Aktenarbeit: Er entscheidet über die Verfahrenseröffnungen oder -einstellungen. Ihm obliegt die Würdigung der Beweise, das Formulieren von Strafanträgen oder das Beantragen von Strafbefehlen. In manchen Fällen gehört auch das Vernehmen von Zeugen oder auch der Bereitschaftsdienst zu den Aufgaben. Der andere Teil der Arbeit besteht aus den Sitzungstagen. Dort verliest der Staatsanwalt die Anklageschrift, wirkt an der Beweisaufnahme mit und hält abschließend ein Plädoyer.
Bei Kapitalverbrechen gehört die Anwesenheit am Tatort und bei der Obduktion zu seinen Aufgaben. In Wirtschaftsstrafsachen begleitet ein Staatsanwalt z.B. auch Hausdurchsuchungen.

Aufstiegsmöglichkeiten in der Staatsanwaltschaft
Die Aufstiegsmöglichkeiten bei der Staatsanwaltschaft sind vielfältig. Es besteht die Möglichkeit zum Oberstaatsanwalt, zum leitenden Oberstaatsanwalt und abschließend zum Generalstaatsanwalt befördert zu werden. Daneben gibt es noch die Möglichkeit außerhalb der eigenen Behörde tätig zu werden, z.B. durch Abordnung zur Generalstaatsanwaltschaft oder auch an das Justizministerium des Landes oder des Bundes.
Daneben kann sich der Staatsanwalt als Prüfer engagieren.

Gehalt als Staatsanwalt
Staatsanwälte erhalten eine Besoldung nach der Besoldungsordnung R. Die Einstiegsbesoldung liegt bei ca. 3.200 € (R1). Da die Besoldung der Länder unterschiedlich ausfällt, gibt es keine definitive Zahl. Zur Besoldung kommt noch der Familienzuschlag von ca. 100 €. Der Berufsanfänger wird zunächst zum Beamten auf Probe ernannt, nach ca. 3-5 Jahren erfolgt die Verbeamtung auf Lebenszeit.

Hier findest Du Einblick in die Förderprogramme - unter anderem zum Praktikum/ Referendariat und für Wissenschaftlicher Mitarbeiter - von Kanzleien: Förderprogrammen von Kanzleien

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